Spanische Regierung will Werbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen verbieten

Montag, 11. Mai 2009

Die spanische Regierung will Werbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen des Landes verbieten. Laut Euronews.net sollen davon die privaten Sender profitieren, die in der Wirtschaftskrise unter sinkenden Werbeeinnahmen leiden. Die stellvertretende Ministerpräsidentin María Teresa Fernández de la Vega bezeichnete das Verbot als einen bedeutenden Schritt, um die Finanzierung privater Radio- und Fernsehanstalten zu sichern. Die Börsenkurse der spanischen Privatsender verzeichneten ein deutliches Plus, nachdem die Regierungspläne bekannt geworden waren.

Dennoch möchte die Regierung im Gegenzug für die privaten Sender eine neue Steuer einführen. Demnach sollen diese künftig rund drei Prozent ihrer Einnahmen abgeben, um zur Finanzierung der Öffentlich-Rechtlichen beizutragen.

Kritik kam aus der Opposition. Eine solche Regelung mache die staatlichen Sender abhängig von privaten Konzernen und Interessen, sagte Gaspar Jamarsages von der Vereinigten Linken. Eine unabhängige Berichterstattung sei damit nicht mehr gewährleistet. HOR

Mehr zur Diskussion um Werbeverbote im öffentlich-rechtlichen Fernsehen lesen Sie im HORIZONT Extra zum Medienforum NRW in Ausgabe 20/2009.
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