Soziale Netzwerke: MeinVZ deklassiert Xing / Große Abneigung gegen personalisierte Werbung

Freitag, 21. August 2009
meinVZ schneidet bei deutschen Nutzern am besten ab
meinVZ schneidet bei deutschen Nutzern am besten ab

MeinVZ ist das beliebteste Online-Kontaktnetzwerk Deutschlands. Das geht aus einer Untersuchung von Kundenmonitor Deutschland hervor, für die zwischen April und Juli 2009 mehr als 2.000 Mitglieder sozialer Netzwerke befragt wurden. Danach erreicht die Plattform aus dem Hause Holtzbrinck auf der von 1 (vollkommen zufrieden) bis 5 (unzufrieden) reichenden Skala mit 2,02 den besten Durchschnittswert, gefolgt von Wer-kenntwen.de mit einem Wert von 2,26. Damit können sich die beiden Anbieter deutlich vom Branchendurchschnitt absetzen. Auf Rang 3 landet StudiVZ mit einem Wert von 2,34 - gefolgt von Facebook (2,42), Stayfriends (2,55) und dem Business-Netzwerk Xing, das mit dem Wert 2,61 auf dem letzten Platz landet.

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title: Die beliebtesten Social Networks.swf
Die einzelnen Netzwerke werden im Detail höchst unterschiedlich bewertet. Bei den Plattformen Xing und Stayfriends etwa, die von einem Großteil ihrer Nutzer für Premium-Dienste Geld verlangen, sind zahlende Mitglieder deutlich zufriedener als Nutzer eines kostenlosen Accounts. Der Umgangston der Mitglieder untereinander wird mit einem Mittelwert von 2,07 bei MeinVZ und von 2,17 bei Xing besonders gut bewertet (Branchendurchschnitt: 2,28). 13 Prozent der Mitglieder haben sich in der Vergangenheit mindestens einmal von einem unbekannten anderen Mitglied belästigt gefühlt. Deutlich seltener kommt dies nach Angabe der Befragten bei Stayfriends und Xing vor.

Sehr skeptisch sind die Deutschen noch bei den Themen Datensicherheit und personalisierter Werbung. Bei der Frage, ob die persönlichen Daten bei den Online-Kontaktnetzwerken sicher seien, kreuzte beinahe jeder dritte Befragte "eher nicht" oder "überhaupt nicht" an. Am meisten Skepsis zeigen die Mitglieder von StudiVZ. Hier bezweifelt jeder zweite Befragte die Datensicherheit.

Trotz dieses geringen Vertrauens sind die Netzwerker sehr offen mit ihren persönlichen Daten: 80 Prozent haben ihren Nachnamen und 69 Prozent ihr Geburtsdatum in ihrem Profil öffentlich hinterlegt. Jeder Fünfte veröffentlicht seine Adresse und jeder Achte sogar seine Telefonnummer. Die Akzeptanz personalisierter Werbung ist bei den deutschen Nutzern von Online-Plattformen sehr gering. Zwei Drittel der Befragten lehnen diese Art der werblichen Ansprache bei der Nutzung ihres Online-Netzwerkes weitgehend ab. mas
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