Social Media oder warum Matthias Ehrlich nicht auf Affenjagd geht

Donnerstag, 16. September 2010
Matthias Ehrlich
Matthias Ehrlich

United-Internet-Media-Boss Matthias Ehrlich bleibt seiner Rolle als Social-Media-Kritiker treu. Das Mitmachweb sei unkontrollierbar und nicht planbar. Ergebnisse seien nicht vorhersehbar. Man schieße doch auch nicht einfach wild in den Wald hinein. Er wisse lieber vorher, wie viele Affen er treffen werde, so Ehrlich auf dem Dmexco-Panel „Vision of leaders – Succes in a fragmented world.“ Immerhin: Telekom-Manager Matthias Enderle sieht Social Media als gewaltige Macht, die man gerade erst verstehen lerne. Aber dem Manager geht es nicht allein ums Digitale. Die Zukunft gehört allen Kanälen. Holistische Sichtweise – bei dem Schlagwort nicken alle Köpfe auf dem Panel. Da kann sogar Thomas Ebeling, CEO Pro Sieben Sat 1 Media, den Rücken durchdrücken: „Wir sind kein traditionelles Medium, wir sind ein ewiges Medium“. Der deutsche TV-Markt sei auch nicht mit dem US-Markt zu vergleichen. Der deutsche Zuschauer wolle synchronisierte Filme. Die Sprachbarriere sei da ein Wettbewerbsvorteil. Keine Bange also vor den Hulus dieser Welt. Zumal dann doch der Anteil jener, die TV online nutzen noch verschwinden gering sein. Auch im Ausland. Ebeling: „Das macht mir keine Angst.“

Der digitale Kunde, darauf beharrt HSBC-Manager Sarajit Mitra ist sowieso in erster Linie immer einfach Kunde und steht ohnehin im Fokus des alten und neuen Mantra: Der Kunde steht im Mittelpunkt. Für Social Media, wie auch alle anderen Aktivitäten, gelte deshalb bei HSBC das Ziel: „Alles was wir tun muss für den Kunden ein positives emotionales Ergebnis haben.“ Das lässt sich dann auch messen. ork
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