Sky will eigene Serien produzieren / Vorbild "Game of Thrones"

Freitag, 24. Mai 2013
Der Pay-TV-Anbieter Sky träumt wieder von eigenen Serien
Der Pay-TV-Anbieter Sky träumt wieder von eigenen Serien


Bislang steht Sky vor allem für Sport und Spielfilme. Künftig will der Pay-TV-Anbieter auch eigene Serien produzieren. Die erste Eigenproduktion könnte 2015 auf Sendung gehen, als Vorbild dienen die hochgelobten Serien des US-Bezahlsenders HBO. Ein möglicher Produktionspartner ist die Berliner Eventschmiede Teamworx.
"Wir sollten eine Koproduktion in Form einer Event-Serie machen wie zum Beispiel 'Game of Thrones'", sagte Sky-Aufsichtsrat Mark Kaner gegenüber dem "Handelsblatt". Es müsse ein "hochqualitatives, schwergewichtiges Stück Fernsehen" werden. Die Gespräche über eine Eigenproduktion laufen bereits, die Entscheidung soll in der zweiten Jahreshälfte fallen. 2015 könnte dann die erste Eigenproduktion von Sky zu sehen sein.

Möglich ist auch eine Kooperation mit Schwesterunternehmen von Sky: "Meiner Meinung nach sollte Sky Deutschland mit Sky Italia und BSkyB kooperieren. Das hat zwei Vorteile: Es kommt sehr viel mehr Geld auf den Tisch und das Risiko ist besser verteilt", sa Kaner weiter. Auch Sky-Programmchef Gary Davey bestätigte gegenüber dem "Handelsblatt" entsprechende Vorgespräche.

Nach Informationen der Zeitung soll es sich dabei um eine aufwändig produzierte Miniserie mit acht bis zehn Teilen handeln, die Produktionskosten könnten bei bis zu drei Millionen Euro je Programmstunde liegen. Zum Vergleich: Die Kosten für einen durchschnittlichen TV-Film liegen in Deutschland bei etwa 1 bis 1,5 Millionen Euro. Als Vorbild in punkto Produktionsqualität dient den Verantwortlichen die Fantasy-Serie "Game of Thrones" des US-Bezahlsenders HBO, die auch in Deutschland mit großem Erfolg lief. Ein möglicher Produktionspartner könnte die UFA-Tochter Teamworx sein, die in den vergangenen Jahren zahlreiche herausragende Mehrteiler wie "Unsere Mütter, unsere Väter" oder "Dresden" realisiert hat.

Ganz neu sind die Ambitionen von Sky, eigene Inhalte zu produzieren, übrigens nicht: Bereits 2005 hatte sich der Sky-Vorläufer Premiere als Co-Finanzier an der internationalen Koproduktion "Rom" beteiligt. Durch den zwischenzeitlichen Verlust der Bundesliga-Rechte, die Premiere damals in Bedrängnis brachten, blieb es allerdings bei einem einmaligen Engagement. dh
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