Skepsis an Kabelausbau wächst

Mittwoch, 08. Mai 2002

Die Zukunft gehört dem Satelliten, urteilte Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Rundfunk NRW, auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland: "Ich glaube nicht mehr an das Kabel. Wer soll das bezahlen?". Ähnlich sieht es auch Dieter Dörr, Direktor des Mainzer Medieninstituts: "Die Kabelnetzbetreiber der Netzebene 3 müssten schnell investieren." Auch Dörr kommt zu dem Schluss, dass "am Ende der Satellitenempfang der Gewinner sein wird".

Selbst Heinz-Josef Chlosta, Direktor für Konzernentwicklung/ Corporate Affairs bei der Primacom, bezweifelt, "dass wir in Deutschland noch einmal auf einen grünen Zweig kommen". Nach seinen Worten wurde "das Kabel von einem deutschen Monopolisten gezielt verödet und herunter gefahren". Er sieht die Netzebene 4 "massiv gefährdet". Mit Blick auf die fehlenden Investoren für übergeordnete Netzebenen bilanziert Peter Charissé, Geschäftsführer des Fachverbands privater Kabelnetzbetreiber Anga: "Wir gehen davon aus, dass wir den Markt unter uns ausbauen müssen."
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