Sinner Schrader baut Frankfurter Niederlassung aus

Donnerstag, 18. September 2003

Die Hamburger Jungs haben sich Frankfurter Verstärkung gesucht, um das seit zwei Jahren existierende Projektbüro am Main als zweites Standbein von Sinner Schrader aufzubauen. Unter der Leitung von Rainer Kiefer, ehemals Chef der ortsansässigen Web-Agentur Kiefer Cross Media (KCM), sollen vor allem Banken und Medien sowie Markenartikler als Neukunden gewonnen werden. Bislang hat Sinner Schrader in Frankfurt mit einem fünf bis siebenköpfigen Team ausschließlich das Endkundengeschäft der Deutschen Bank im Internet betreut. Jetzt soll das Team auf 20 Beschäftigte anwachsen. Mittelfristig soll das gesamte Geschäft mit der Deutschen Bank nach Frankfurt verlagert werden.

Kiefer, dessen eigene Agentur diesen Sommer Insolvenz melden musste, bringt einige Erfahrung in den anvisierten Kundengruppen mit: Der 41-Jährige hat mit seiner ehemaligen Mannschaft unter anderem Medienseiten wie FAZ.net und Twnetwork.de mitkonzipiert und -umgesetzt. Zu seinen Kunden zählten außerdem die Depfa Bank sowie Wella (Friseurportal.de).

Unter welchem Namen der einzige Ableger des Internetdienstleisters in Zukunft geführt wird, ist derzeit ebenso wenig geklärt wie die Frage, ob das Frankfurter Büro künftig als eigenständige GmbH firmieren soll. "Wir stecken mitten in der Planung", sagt Matthias Schrader, Chief Executive Officer (CEO) bei Sinner Schrader. Und die geht laut Schrader über die Aufstellung der Frankfurter Niederlassung hinaus. "Die Kunden schreiben die Etats für Agentur- und IT-Dienstleistungen immer häufiger getrennt aus", erklärt der Agentur-Chef. Dem hätten sich viele Dienstleister angepasst. Frontend und IT-Dienstleistungen würden heute wieder verstärkt getrennt auf unterschiedlich positionierte Niederlassungen verteilt.

„Wir beobachten den Markt und müssen später entscheiden, ob wir diese Entwicklung mitmachen oder alles weiterhin unter einem Dach bündeln wollen“, so Schrader. Eine gute Perspektive hat das Frankfurter Büro nach Ansicht von Schrader schon deshalb, "weil es hier nach dem schrittweisen Rückzug von Concept und GFT weniger Konkurrenz als anderswo, dafür aber umso mehr potenzielle Neukunden gibt". ems
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