Sieben Pin-Gesellschafter melden Insolvenz an

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Nach den gescheiterten Übernahmeverhandlungen haben sieben Gesellschaften der Pin Group beim Amtsgericht in Köln Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Wie die Nachrichtenagentur AFP meldet, sei dies notwendig gewesen, da die Unternehmen die fälligen Sozialversicherungsbeiträge für ihre Beschäftigten nicht mehr hätten zahlen können.

Dabei handelt es um die Gesellschaften PPD Privater Postdienst Bremen, Pin Mail Kassel, Pin Mail Osthessen Fulda, TV Medienservice Trier, Pin Mail München, Pin Mail Landshut und Pin Shared Service Center Köln. Insgesamt hat Pin 91 Gesellschaften in Deutschland. Von den rund 9000 Beschäftigten des Postkonkurrenten sind offenbar etwa 850 Mitarbeiter betroffen. Das Amtsgericht hat den Kölner Rechtsanwalt Andreas Ringstmeier zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.



Unterdessen hat die Pin Group einen Sanierungsexperten an Bord geholt: Horst Piepenburg übernimmt ab sofort den Chefposten und soll "alle Optionen einer Fortführung der Unternehmensgruppe prüfen". Bei allen Gesellschaften werde derzeit die Liquiditätslage geprüft. Zuvor waren Gespräche von Axel Springer mit Minderheitsgesellschafter Günter Thiel ergebnislos verlaufen. se



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