Sex-Vorwürfe: "Intouch" schießt sich mit Beckham-Story ein Eigentor

Dienstag, 28. Dezember 2010
David Beckham, hier für Armani im Einsatz, will die Sex-Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen
David Beckham, hier für Armani im Einsatz, will die Sex-Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen

Der aktuelle "Intouch"-Titel wird definitiv für Aufmerksamkeit sorgen. Grund ist aber weder der "Busenblitzer" von "Wetten dass...?"-Moderatorin Michelle Hunziker noch die "Höschen-Panne" von Pop-Sternchen Katy Perry, die das Bauer-Blatt jeweils prominent abbildet, sondern vielmehr die darunter veröffentlichte Gegendarstellung von David Beckham.
Prominent: David Beckhams Gegendarstellung prangt auf dem aktuellen "Intouch"-Titel
Prominent: David Beckhams Gegendarstellung prangt auf dem aktuellen "Intouch"-Titel
In dem Text, der in fetten Lettern abgedruckt wurde und mehr als ein Drittel des Titels ausfüllt, wehrt sich der britische Fußballstar gegen eine Story von "Intouch" von Ende September 2010. Damals hatte das Klatschblatt auf Seite 1 Fotos von David Beckham und einer Frau gezeigt und behauptet, der Ehemann von Stil-Ikone Victoria Beckham sei in einen "Sex-Skandal" verstrickt. "Mehrfach soll David mit diesem Luxus-Callgirl geschlafen haben", schrieb "Intouch" damals. In seiner Gegendarstellung weist Beckham diese Behauptung weit von sich: "Ich habe mit der abgebildeten Frau nicht geschlafen", stellt der Star-Kicker klar.

Zum Abdruck der Gegendarstellung an so prominenter Stelle wurde Bauer vom Hamburger Landgericht verdonnert. Die Richter hatten kürzlich entschieden, dass der Text auf dem Titelblatt der nächsten Ausgabe erscheinen muss. Bei dem Verfahren hatte sich Beckham von Medienanwalt Matthias Prinz vertreten lassen.

Noch offen ist, ob die Angelegenheit für Bauer mit der Veröffentlichung nun erledigt ist. Grund: Beckham hat den Verlag auch auf Schadenersatz in Höhe von umgerechnet rund 19 Millionen Euro verklagt. Wie ein Sprecher auf Anfrage von HORIZONT.NET mitteilt, richtet sich die hohe Geldentschädigungsklage von Beckham allein gegen die amerikanische "Intouch". Der Titel, der ebenfalls von Bauer herausgegeben wird, hatte die Beckham-Story zuerst veröffentlicht. Die amerikanischen Anwälte von Bauer seien zuversichtlich, dass der Verlag die Klage gewinnen werde.

Zum Abdruck der Gegendarstellung in Deutschland sei die deutsche "Intouch" "gesetzlich und unabhängig vom Wahrheitsgehalt" verpflichtet gewesen, so der Sprecher. Dem Titel liege aber eine eidesstattliche Versicherung des Callgirls Irma Nici vor, nach der alles, was sie "Intouch" erzählte, absolut richtig sei und zu 100 Prozent der Wahrheit entspreche. Eine Geldentschädigung gegen die deutsche "Intouch" sei lediglich außergerichtlich verlangt worden. mas
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