"Sex & Crime läuft immer": Die besten Zitate vom Publishers' Summit

Freitag, 09. November 2012
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Zwei Tage lang haben auf dem Publishers' Summit des VDZ Verleger, Geschäftsführer und Topmanager über die Zukunft der Zeitschriftenbranche diskutiert. Zu den Rednern und Diskussionsteilnehmern zählten unter anderem Verleger Hubert Burda, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und Axel Springer-Chef Mathias Döpfner. HORIZONT.NET dokumentiert die besten Zitate aus den Reden und von den Panels des Publishers' Summit 2012.

Stephan Scherzer, VDZ-Hauptgeschäftsführer

"Ich kann nicht gleichzeitig einen spannenden Artikel lesen und nebenbei twittern."

"Es ist gut, ab und an in den Rückspiegel zu schauen, aber die Frontscheibe muss weit und offen sein."

Hubert Burda, VDZ-Präsident

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"Wenn Sie die Steuern, die Google, Apple und Amazon nicht bezahlen, zusammenrechnen, sind die Staatsschulden von Griechenland weg."

"Wenn wir solche Behauptungen über Bettina Wulff verbreitet hätten, wie Google sie in seinen Suchvorschlägen verbreitet hat, dann wären wir vor den Kadi gezerrt worden."


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Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister Berlin

"Wenn man schon Kai Diekmann nach Amerika schickt, ist klar, wie ernst die digitale Entwicklung im Hause Springer genommen wird."

"Was sind schon so kleine Probleme mit Entrauchungsanlagen gegenüber den Herausforderungen, die Sie zu bewältigen haben."

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer

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"Ich halte es mit Richard Gere, der in 'Pretty Woman' zu Julia Roberts gesagt hat: I prefer to work with professionals."

"Es mag sein, dass das Internet Dummheit sichtbarer macht. Aber das Internet ist kein Wesen, es ist nicht gut oder böse, nicht intelligent und nicht dumm. Es ist schlichtweg eine Technologie, die die Welt verändert."

"Was immer funktioniert hat ist Sex & Crime. So nennt man das zumindest auf dem Boulevard, bei anderen heißt das ja Eros und Thanatos."


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Andrew Rashbass, CEO The Economist Group

"Wir verlieren nicht gegen Google, weil sie kaum Steuern zahlen. Sie schicken Kai Diekmann ja auch nicht deswegen ins Silicon Valley, damit er die besten Steuertricks herausfindet."

Roland Tichy, Chefredakteur der "Wirtschaftswoche"

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"Ich habe mich gefragt, ob man mit etwas Engagement und einem Blackberry eine ordentliche Woge machen kann. Man kann." (Zum Shitstorm um seinen "Zwangskita"-Tweet vom 28. April 2012

"Das Zeitalter des Hundes ist vorbei und das Zeitalter der Katze hat begonnen. Ein Hund macht was man ihm sagt, eine Katze nicht. Katzen sind ja auch wahnsinnig klug. Das Problem ist nur: wir halten uns für klüger." (So ists gemeint: Die Leser von heute werden durch Unterstützung durch das Internet von Hunden zu Katzen)

"Die Grundhaltung der Medien muss heißen: Achte deine Leser, statt sie zu belehren."

Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der freien und Hansestadt Hamburg

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"Eine neue Zeitschrift namens 'Stadtlust' würde ich sofort abonnieren."

Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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"Politik und Medien zeigen eine gewisse Selbstwidersprüchlichkeit: Sie werben öffentlich für Veränderungen, legen gleichzeitig aber bei eigener Betroffenheit vom gesellschaftlichen Wandel eine gewisse Larmoyanz an den Tag."

"Warum ist die Medienbranche nicht Avantgarde einer Entwicklung, die sie selbst öffentlich einfordert?" (Zur Chancengleichheit)

Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach

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"Der Paid-Content-Zug nimmt so langsam Fahrt auf."

"Es gibt kein Print-Gattungsschicksal."

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