Seven-One Media schickt mit Forsa neues Forschungstool on air

Dienstag, 10. Juli 2001

Seven-One Media und das Marktforschungsinstitut Forsa starten ein neues Forschungstool. Mit dem Forsa Omni-Net wollen sie die Vorzüge herkömmlicher Marktforschungsmethoden mit den Vorteilen interaktiven Fernsehens verknüpfen. Allen Panel-Teilnehmern wird eine D-Box mit eingebautem Modem bereitgestellt, die den Fragebogen direkt auf den Bildschirm spielt.

"Einzige technische Voraussetzungen sind ein Telefon und ein Fernseher", betont Forsa-Marktforscher Dieter Storll. Die Teilnehmer beantworten die Fragen zu Hause in vertrauter Umgebung, so dass keine störende Laborsituation wie bei Studiotest entsteht. Auch Interviewereffekte wie bei Face-to-Face-Interviews können so ausgeschlossen werden. Die Kosten werden sich nach Einschätzung Storlls etwa im Umfeld einer CATI-Befragung bewegen.

Zwei repräsentative Panels sind geplant. Das erste wird bis Oktober dieses Jahres mit 500 Haushalten bestückt sein und über das Data-Broadcast-Verfahren laufen. Entsprechend können auch Spots und Videos zur Bewertung gezeigt werden. Es soll bis Ende nächsten Jahres auf 1000 Haushalte aufgerüstet werden.

Das zweite Panel mit zunächst 2000 Haushalten verzichtet aus Kostengründen auf die Data-Broadcast-Boxen. Eine Bewegtbild-Übertraugung wird hier also nicht möglich sein. Es soll bis Ende nächsten Jahres auf 4000 Haushalte anwachsen. Die Teilnehmer sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.

Die Einsatzmöglichkeiten des Omni-Nets sind aufgrund der technischen Voraussetzung vielfältig. Daniel Haberfeld, Leiter Research von Seven-One Media: "Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von Sendungs-, Moderatoren- oder Trailer-Checks bis hin zu Testläufen für neue Werbespots oder ganzen Kampagnen." Rund 4 Millionen Mark wurden in die Entwicklung des neuen Forschungsinstruments investiert.
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