Seven-One Media: Werbung bei ARD und ZDF ist verzichtbar

Montag, 28. Januar 2008

Die Privaten heizen die Diskussion um Werbung bei öffentlich-rechtlichen Sendern weiter an. Nach einer Auswertung des Pro-Sieben-Sat-1-Vermarkters Seven-One Media ist die Reichweite der Privatsender bei gehobenen Zielgruppen und Selektivsehern deutlich höher als bei ARD und ZDF. Nach der Auswertung von Seven-One Media auf Grundlage der Zahlen des GfK-Fernsehpanels erzielen die Privatsender zwischen 17 Uhr und 20 Uhr bei den Zuschauern mit höherer Bildung (weiterführende Schule, Abitur, Hochschule, Studium) mit 52,1 Prozent einen fast doppelt so hohen Marktanteil wie ARD und ZDF mit 26,3 Prozent (Basis: 2007, Zuschauer ab 14 Jahren). Ähnliche Ergebnisse legt Seven-One für die "beruflich etablierten Zuschauern", also leitende Angestellte, Beamte und Selbstständige, sowie für Besserverdienende und Selektivseher vor.

Die Bilanz von Seven-One Media: "Zwischen 17 und 20 Uhr erreicht das Privat-TV diese Zielgruppe mehr als doppelt so häufig wie ARD und ZDF: So kommen die Privatsender wöchentlich im Durchschnitt auf eine kumulierte Netto-Werbeblockreichweite (Person mindestens einmal mit Werbung erreicht) von 35,1 Prozent, während ARD und ZDF am Vorabend nur 16,3 Prozent dieser wertvollen Zielgruppe erreichen."

"Dass vor allem ARD und ZDF am Vorabend die gehobenen Zielgruppen und Wenigseher erreichen, entpuppt sich einmal mehr als Legende", so die Schlussfolgerung von Peter Christmann, Vorstand Sales & Marketing der Pro Sieben Sat 1 Group: "Für die Unterscheidbarkeit von privatem und öffentlich-rechtlichem Fernsehen - und damit für eine langfristige und nachhaltige Legitimation der Rundfunkgebühren - ist eine klare Trennung bei der Finanzierung des dualen Rundfunksystems die beste Lösung."
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