Sender liefern sich verbalen Schlagabtausch um Bundesliga

Mittwoch, 19. Juni 2002

Nach einer Phase des offiziellen Desinteresse, bekennen sich die großen TV-Sender zu ihrem Interesse an den Übertragungsrechten der Fußball-Bundesliga. So bestätigte ARD-Chef Fritz Pleitgen nun doch, dass seine Sendeanstalt den Rechtekauf prüft. Der Medienunternehmer Herbert Kloiber sei mit einem Angebot an ARD und ZDF herangetreten. Das Angebot habe "jetzt ein Niveau erreicht, bei dem einige Leute von uns sagen, das beginnt jetzt interessant zu werden", sagte Pleitgen.

Dagegen rechnet Urs Rohner, Vorstandschef der Kirch-Media-Tochter Pro Sieben Sat 1 Media, nicht mit einer Ausstrahlung der Bundesliga im Ersten der ARD: "Wir haben die bestmögliche Offerte gemacht, ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemand überbietet. Ich gehe davon aus, dass Kirch Media der Rechte-Inhaber bleibt."

Rohner forderte allerdings die Deutsche Fußball-Liga (DFL) auf, noch in dieser Woche über die Rechtevergabe entscheiden, da sonst der Planungsvorlauf zu kurz wäre. Eine Hoffnung, die DFL-Kommunikationsgeschäftsführer Michael Pfad trüben muss: "Das wird in dieser Woche nichts werden." Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) verhandelt noch mit der insolventen Kirch Media sowie mit Kloiber über die Vergabe der Free- und Pay-TV-Rechten an der Bundesliga für die nächsten Spielzeiten.
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