Sebastian Turner verteidigt seinen Wahlkampf

Dienstag, 23. Oktober 2012
Sebastian Turner weiß noch nicht, ob er weiter in der Politik bleibt (Foto: Deniz Saylan)
Sebastian Turner weiß noch nicht, ob er weiter in der Politik bleibt (Foto: Deniz Saylan)

Die Schlacht ist geschlagen. Der ehemalige Co-Chef von Scholz & Friends Sebastian Turner, der für CDU, FDP und Freie Wähler ins Rennen gegangen ist, hat die Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters in Stuttgart verloren. Gewonnen hat Fritz Kuhn von den Grünen. Er setzte sich mit knapp 53 Prozent der Stimmen gegen Turner durch, der rund 45 Prozent auf sich vereinigen konnte. Turner hatte in den zwei Wochen nach dem ersten Wahldurchgang versucht, mit einem Strategiewechsel zu punkten. Nachdem er sich zunächst als Versöhner und Friedensstifter für die vom Streit um das Bahnhofsprojekt "Stuttgart 21" zerrissene Stadt präsentierte, schaltete er auf Angriff um. Dabei entdeckte er unter anderem sein Herz für die Autofahrer. So attackierte er seinen Wettbewerber Kuhn immer wieder beim Thema City-Maut. Der Grünen-Politiker hat Turner daraufhin vorgeworfen, einen unfairen Wahlkampf zu führen.

Kritik an seinem Verhalten weist Turner zurück. Auf seiner Homepage erklärt er, er habe lediglich Positionen der Grünen und von Fritz Kuhn angesprochen, "immer mit präzisen Zitaten und ohne persönliche Angriffe". Dass die Grünen in Stuttgart und im Land Baden -Württemberg während der vergangenen 14 Tage diese Positionen "komplett verlassen haben, ist ein Erfolg unseres Wahlkampfs und gut für Stuttgart", findet Turner.

Ob der frühere Agenturchef sich weiterhin in der Politik engagieren will, lässt er offen. Er müsse das zunächst mit seiner Frau besprechen, sagte Turner gegenüber der Presse. mam 
Meist gelesen
stats