Sebaldus kann sich früheren Börsengang vorstellen

Montag, 17. Mai 1999
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Börsengang Bilanzpressekonferenz


Auf ihrer Bilanzpressekonferenz hat die Sebaldus Druck- und Verlags- GmbH angekündigt, daß sie einen Börsengang vor Ende des Jahres 2000 "nicht ausschließen" will. 1998 hieß es noch, man wolle in fünf Jahren an die Börse gehen. Bedingung für einen früheren Börsengang sei, daß sich das Unternehmen wirtschaftlich weiterhin so positiv entwickele wie im letzten Jahr. Das Geschäftsjahr 1998 konnte Sebaldus mit einem deutlichen Umsatzwachstum abschließen - zum ersten Mal wieder seit fünf Jahren. Der Gesamtumsatz aller Konzernunternehmen betrug knapp 1,23 Milliarden Mark. Die konsolidierten Konzernumsatzerlöse stiegen auf 960,7 Millionen Mark (+ 4,1 Prozent). Die drucktechnischen Betriebe erreichten 1998 mit einer 18,2prozentigen Steigerung auf 640,3 Millionen Mark nach wie vor das größte Wachstum. Der Bereich Direktmarketing steigerte sich auf einen Umsatz von 264 Millionen Mark. Bei den Verlagen lag der Gesamtumsatz bei 325,6 Millionen Mark. Zu dem nach wie vor beabsichtigten Verkauf von Studio Gong wollte man sich nicht äußern. Für den bevorstehenden Börsengang sei jedoch geplant "unsere strategische Linie verstärkt im Markt zu kommunizieren", erklärte Dr. Hinrich Kehler, Vorsitzender der Geschäftsführung. Sebaldus will sich künftig als "Haus für Mediensysteme" positionieren. Als solches bietet Sebaldus produktbezogen alle Elemente der gesamten Wertschöpfungskette bei der Gestaltung, Herstellung und Vermarktung von Printprodukten aus einer Hand an.
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