Schwere Zeiten und rote Zahlen für Sinner Schrader

Mittwoch, 25. Juli 2001

Auch Sinner Schrader, einer der wenigen profitablen börsennotierten Multimedia-Dienstleister in Deutschland, bleibt von der Internetkrise nicht verschont: Das Hamburger Unternehmen ist in die roten Zahlen gerutscht. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2000/2001 weisen die Hamburgern ein Vorsteuerverlust (Ebit) von 6,2 Millionen Mark aus.

Das Ergebnis pro Aktie fiel von plus 0,29 Mark auf minus 0,49 Mark. Wertberichtigungen in Höhe von drei Millionen Mark hätten auf die Bilanz gedrückt, hieß es. Eine weitere halbe Million mussten abgeschrieben werden, weil mit der zahlungsunfähigen Management Data AG ein wichtiger Projektpartner wegbrach.

Zudem sackte im letzten Quartal der Umsatz von Sinner Schrader auf 8,7 Millionen Mark ab. Insgesamt ergibt sich für den Neunmonatszeitraum allerdings ein Umsatzplus von 19,4 Millionen auf 29,8 Millionen Mark, was einer Steigerung um 54 Prozent entspricht. Dennoch kann Sinner Schrader - im HORIZONT-Ranking der größten Multimedia-Dienstleister 2000 auf Rang 15 - wohl auch eine längere Durststrecke durchstehen, denn nach eigenen Angaben verfügt Sinner Schrader über liquide Mittel in Höhe von knapp 60 Millionen Mark.
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