Schrader vs. Riese: Neugründung UDG sorgt für Wirbel

Freitag, 20. Mai 2011
Matthias Schrader bezweifelt behauptete UDG-Marktführerschaft
Matthias Schrader bezweifelt behauptete UDG-Marktführerschaft

Der Start der Digitalagenturgruppe UDG United Digital Media von Michael Riese und dem Finanzinvestor EQT sorgt für Zündstoff. Ärger bei den Wettbewerbern verursacht vor allem die Aussage des neuen Akteurs, man sei vom Start weg "Marktführer für digitales Marktmanagement und Kommunikation" in Deutschland. Basis dafür ist der von UDG für die neun Mitgliedsfirmen gemeldete Gesamtumsatz von 89 Millionen Euro. Diesen hält zum Beispiel Sinner-Schrader-Chef Matthias Schrader für weit überzogen: "Herr Riese scheint mal wieder Brutto mit Netto zu verwechseln. Wenn ich die Honorarumsätze der Gruppenagenturen gemäß der Eigenmeldungen in den Rankings summiere, bleibt nach meiner Mathematik noch nicht einmal die Hälfte übrig. Der Rest sind Media-Bruttoumsätze. Die postulierte Marktführerschaft ist noch Phantasie."

In der Tat: Rechnet man die im Ranking gemeldeten Honorarumsätze der vier UDG-Agenturen zusammen, die dort gelistet sind, ergibt sich eine Summe von 32,4 Millionen Euro. Welche Summe die fünf anderen Gruppenmitglieder erzielen, ist aus dem Ranking nicht zu ermitteln. UDG bleibt auf Anfrage bei der Aussage, dass der addierte Umsatz der beteiligten Agenturen bei 89 Millionen Euro liegt. Dies gehe aus einer Due-Dilligence-Prüfung von Price Waterhouse Coopers hervor, die Grundlage der Vereinbarung mit dem Finanzinvestor EQT ist. Allerdings räumt UDG ein, dass die Zahl sowohl Honorar- als auch Medienumsätze enthält. mam
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