Schönmann, Albrecht: Ehemalige Condé-Nast-Köpfe produzieren Frauenmagazin für G+J

Mittwoch, 23. November 2011
Markus Schönmann, Bettina Wündrich und Nikolaus Albrecht
Markus Schönmann, Bettina Wündrich und Nikolaus Albrecht


Prominente Macher und ein ungewöhnliches Konstrukt: Für Gruner + Jahrs geplantes Frauenmagazin im gehobenen Segment, das im Frühjahr 2012 zweimonatlich an den Start gehen soll, sind wichtige Weichen gestellt. Nach Informationen von HORIZONT.NET vertraut G+J auf ein Konzept von einem Team um Markus Schönmann, früher General Manager bei Condé Nast. Er firmiert mittlerweile als Geschäftsführer des Redaktionsbüros Storyboard GmbH, das den neuen Frauentitel dann auch ab Frühjahr im Auftrag von G+J produzieren soll. Eine G+J-Sprecherin bestätigt dies auf Anfrage.

Als Entwicklungschefredakteurin arbeitet Bettina Wündrich, Ex-Chefredakteurin von „Glamour" (Condé Nast) und „Emotion" (früher G+J, jetzt Inspiring Network), an dem Projekt. Ihr zur Seite stehen Nikolaus Albrecht als Berater und Werner Mink als Creative Director, beide ebenfalls Condé-Nast-Gewächse. Albrecht war jahrelang Chefredakteur von „Glamour" und danach bis kurz vor dessen Einstellung im Februar 2009 Chefredakteur der deutschen „Vanity Fair". Zum Namen und Konzept des Heftes sagt G+J noch nichts - aber die Vita der Köpfe im Produktionsteam lässt vermuten, in welche Richtung es gehen könnte.

Bereits im Oktober hatte Volker Breid, Geschäftsführer der G+J-Verlagsgruppe Frauen/Familie/People, im Interview mit HORIZONT fürs kommende Frühjahr den zweimonatlichen Titel im gehobenen Frauensegment angekündigt. Ein solches Magazin stehe „kurz vor der Marktreife". Man darf vermuten, dass später ein Monatsrhythmus angestrebt ist.

In diesem Teilsegment klafft im G+J-Portfolio bisher eine Lücke, anders als beim Rivalen Burda mit „Elle", bald vielleicht auch mit „Cover" und/oder „Harper's Bazaar". Auch Verlage wie Condé Nast („Glamour", „Vogue"), MVG („Cosmopolitan") und vielleicht bald auch der Klambt-Verlag, der mit Mondadori um eine Deutschland-Lizenz für „Flair" verhandelt, haben solche Titel im Angebot. „Wir können mit einem eigenen Ansatz da sicher noch Marktanteile zulegen", sagte Breid im Oktober. Auf Seiten von G+J soll Felix Friedlaender, Verlagsleiter der „Brigitte"-Gruppe, die Verlagsleitung für den neuen Titel übernehmen. rp
Meist gelesen
stats