Saubere Zahlen aus Stuttgart

Donnerstag, 24. Januar 2002

Mit Auflagenzahlen, die von Arthur Andersen ermittelt wurden, und einem kulanten Kompensationsmodell wirbt die Stuttgarter Motor-Presse um Vertrauen. Der neue Verlagsmanager Christian Delbrück hatte die Wirtschaftsprüfer im Herbst beauftragt, die Daten "nach branchenüblichen Kriterien" zu erheben. Da die Titel seit dem Skandal um gefälschte Auflagen nicht mehr IVW-geprüft sind, war dies der einzige Weg, um den Kunden valide Daten zu bieten.

Dabei haben einzelne Titel im Vergleich zum Vorjahresquartal 17 Prozent und mehr Auflage eingebüßt. Im Anzeigenmarkt haben der Imageverlust und Konjunkturtief dem Traditionshaus schwer zugesetzt. 2001 ist der Umsatz erstmals seit Jahren um 1,4 Prozent auf 362 Millionen Euro gefallen.

Allein die Kompensation der von Kunden zu teuer erkauften Medialeistung hat mit geschätzten 15 Millionen Euro zu Buche geschlagen. Für die Wiederaufnahme in die IVW im 1. Quartal 2002 läuft den Stuttgartern jetzt die Zeit davon. Mehr zum Krisenmanagement bei der Motor-Presse im neuen HORIZONT (4/2002).
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