Sat 1-Chef Andreas Bartl will zurück zu "ursprünglichen Stärken"

Montag, 07. März 2011
Zurück zu den ursprünglichen Stärken: Sat 1-Chef Andreas Bartl
Zurück zu den ursprünglichen Stärken: Sat 1-Chef Andreas Bartl


Zurück in die Zukunft: Sat-1-Geschäftsführer Andreas Bartl will sich wieder stärker an den Erfolgsrezepten vergangener Jahre orientieren. Als Vorbild dient ihm dabei die Ära unter Geschäftsführer Fred Kogel, als der Sender mit der Fußball-Bundesliga bei "Ran", Harald Schmidt und großen TV-Filmen Erfolge feierte. "Ich will Sat 1 zu seinen ursprünglichen Stärken zurückführen, weil sich der Sender damals gut positioniert hatte und erfolgreich war. Nun machen wir die moderne Variante", sagt der Geschäftsführer im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Bartl, der bei Pro Sieben Sat 1 zugleich als TV-Vorstand und als Geschäftsführer von Sat 1 fungiert, will daher die "Kern-Genres" des Senders wieder klarer zur Geltrung bringen und um neue Genres wie "Entertaining Reality" ergänzen. Sat 1 ist schwach ins neue Jahr gestartet und liegt im Jahrestrend derzeit bei 10,3 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Erklärtes Ziel war eine Flughöhe von rund 11 Prozent. "Der Dschungel hat uns sicher den Start etwas verhagelt, und wir sind momentan nicht auf der Flughöhe unterwegs, die wir uns vorgenommen hatten", erklärt Bartl. Allerding habe man mit dem Start erfolgreicher Programme wie "Die perfekte Minute" und den Serien "Danni Lowinski" und "Der letzte Bulle" bewusst bis März gewartet - "die Zeit, in der die Werbung auf High Season schaltet". Er sei daher "kontrolliert optimistisch, dass wir schon im März an Flughöhe gewinnen".

Bei Pro Sieben wird es ein Wiedersehen mit der Show "Die Alm" geben. Wer das Format präsentieren wird, steht noch nicht fest, "aber wir brauchen an der Stelle ein Duo, das es mit Dirk Bach und Sonja Zieltlow aus dem Dschungelcamp aufnehmen kann", ist sich Bartl bewusst. 

Mit dem langjährigen Sat-1-Moderator Kai Pflaume plant Bartl nach dessen angekündigtem Rückzug nicht mehr: Nach dem Ende der aktuellen Staffel von "Nur die Liebe zählt" seien keine weiteren Formate mehr mit dem Moderator geplant, die Beziehungsshow soll aber auch ohne Pflaume weitergehen. Für Oliver Pocher gibt es bei Sat 1 nach dem Aus für die "Oliver Pocher Show" wohl keine Perspektive mehr, man spreche derzeit über seine Zukunft: "Ich kann mir ein Engagement bei einem anderen Sender in unserer Gruppe vorstellen. Das ist noch offen aber wir wollen weiter mit ihm arbeiten". dh
Meist gelesen
stats