Sal. Oppenheim soll "Tagesspiegel"-Käufer finden

Montag, 12. Mai 2003

Die für Dienstag erwartete Entscheidung über eine Ministererlaubnis für die geplante Übernahme der "Berliner Zeitung" durch die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck wird ausbleiben: Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement will vor einer endgültigen Entscheidung noch einige offene Fragen klären. So solle der Holtzbrinck-Verlag seine eigenen Angaben zu möglichen Verkaufschancen des "Tagesspiegels" genauer belegen.

Im Streit um die Übernahme der "Berliner Zeitung" hatte Holtzbrinck argumentiert, im Falle eines Scheiterns, den Fortbestand des defizitären "Tagesspiegels" nicht mehr garantieren zu können. Clement hat die Holtzbrinck-Gruppe aufgefordert, zu prüfen, ob es für den Tagesspiegel einen Interessenten gebe, der bereit und in der Lage sei, die Zeitung dauerhaft als eigenständige publizistische Einheit zu führen. Holtzbrinck habe dieser "außergewöhnlichen und schwierigen Prüfung" zugestimmt und die Kölner Investment-Bank Sal.Oppenheim mit der Durchführung betraut. sch
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