Sabbatical im Silicon Valley: Kai Diekmann und Peter Würtenberger forschen in den USA

Mittwoch, 06. Juni 2012
Ab September 2012 in den USA unterwegs: Martin Sinner, Kai Diekmann und Peter Würtenberger (v.l.)
Ab September 2012 in den USA unterwegs: Martin Sinner, Kai Diekmann und Peter Würtenberger (v.l.)

Die Drei vor der Reisestelle: „Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann, Axel-Springer-Vermarktungschef Peter Würtenberger und Martin Sinner, Gründer und Geschäftsführer des Preisvergleichs-Portals Idealo (gehört mehrheitlich zu Springer) planen eine längere Dienstreise in die USA. Das Trio wird ab September für mindestens sechs Monate seine Arbeitsplätze von Berlin an die Westküste der USA verlegen - und zwar ins Silicon Valley. Diekmann (47), Würtenberger (45) und Sinner (44) sollen dort „im Rahmen eines Research-Projektes" (O-Ton Presseinfo) als Team im Austausch und durch Vernetzung mit dort ansässigen Unternehmen und Universitäten neue unternehmerische Ideen für digitales Wachstum entwickeln, teilt Springer mit. Der Verlag legt Wert auf die Feststellung, dass die drei Top-Mitarbeiter keine Auszeit nehmen, sondern mit einem Forschungsauftrag unterwegs sind.

Medienunternehmen könnten heute nur „durch die Kombination von kreativen Inhalten, innovativen IT-Lösungen und überzeugenden Marketing-Konzepten" wachsen, lässt Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner wissen. Und deshalb schicke er die drei dorthin, wo man über digitales Wachstum am meisten lernen könne: ins Silicon Valley. In jene Gegend also um San Francisco, die als einer der bedeutendsten Standorte der High-Tech-Industrie weltweit gilt.

Auffällig ist, dass mit Diekmann und Würtenberger zwei Springer-Führungskräfte in den USA praktizieren dürfen, denen in den vergangenen Jahren immer mal wieder Ambitionen auf einen Vorstandsposten nachgesagt wurden - was beide immer abgestritten haben. Wie auch immer, Beförderungen blieben bisher (und nach dem Vorstandsumbau wohl auch weiterhin) bekanntlich aus; deshalb darf man der längeren USA-Exkursion auch einen gewissen Incentive-Charakter unterstellen.

Während ihrer Abwesenheit, in der die Drei ihre Positionen behalten, übernehmen ihre Stellvertreter oder Co-Geschäftsführer die Führungsverantwortung interimistisch, so Springer. Die Leitung der Vermarktungsorganisation Axel Springer Media Impact (ASMI) übernimmt derweil als zuständiges Vorstandsmitglied Andreas Wiele. rp
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