Saban will Hollywood-Kontakte und Merchandising stärken

Montag, 11. August 2003

Der Verkauf der von Kirch Media gehaltenen Aktien an der Pro Sieben Sat 1 Media ist perfekt. Der Vertrag mit der Saban Capital Group des US-Medienunternehmers Haim Saban, wurde am Samstag unterschrieben. Danach übernimmt die von Saban neu gegründete P7S1 Holding 36 Prozent des Grundkapitals (72 Prozent der Stimmrechte) der Senderfamilie. Die Aktienübertragung und die Kaufpreiszahlung erfolgen in den nächsten Tagen.

In der "Welt am Sonntag", die Sabans Mitgesellschafter bei Pro Sieben Sat 1, Axel Springer, gehört, machte der Milliardär erste Andeutungen, wie sein künftiges Engagement bei der Senderfamilie aussehen könnte: Er wolle sich "bemühen, die Beziehungen zwischen Hollywood und den Sendern zu verbessern". Wie dies genau aussehen könnte, ließ Saban allerdings offen. Schließlich hat die Senderfamilie bereits mit allen großen Hollywood-Studios Output-Verträge für die kommenden Jahre geschlossen. Zudem will Saban das Merchandisinggeschäft ausbauen.

Dem Vorstandschef von Pro Sieben Sat 1, Urs Rohner sprach er sein Vertrauen aus - zumindest für die nächsten vier bis acht Wochen. Saban: "In ein bis zwei Monaten werde ich die Gedanken des Managements, meiner Partner und die Empfehlungen von Urs Rohner kennen. Ob die Sender Sat 1 und Pro Sieben weitere Einsparpotenziale durch eine Zusammenführung der Standorte Berlin und München realisieren können, will Saban prüfen. Bezüglich des defizitären Nachrichtenkanals N24 sagte er, der Sender werde "nie ein Hauptgewinnbringer werden". he
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