Saban wehrt sich gegen Verkaufsgerüchte von Pro Sieben Sat 1

Montag, 08. Mai 2006

Pro Sieben Sat 1 wird vorerst nicht verkauft. Es gebe in keiner Art und Weise einen Verkaufsprozess, kommentiert Medienunternehmer Haim Saban Gerüchte über etwaige Verhandlungen. Zwar führe er Gespräche mit potenziellen Investoren, doch diese führe er regelmäßig, so Saban in der "Financial Times Deutschland". Als Interessenten galten bislang der französische Fernsehsender TF 1, die Finanzinvestoren Kohlberg Kravies Roberts (KKR) und Permira, ehemaliger Hauptaktionär des Abo-Kanals Premiere, sowie ein Konsortium bestehend aus den Finanzfirmen Apax und Goldman Sachs.

Dennoch sei klar, dass die Sendergruppe auf lange Sicht verkauft werden soll. Das "Handelsblatt" will erfahren haben, dass ein Abschluss lediglich eine Frage des Preises sei.

Eine Zerschlagung der Pro Sieben Sat 1-Gruppe hält Saban im Übrigen für eine "schlechte Idee". Er zog hingegen eine Zusammenarbeit mit Premiere in Betracht, was jedoch am Bundeskartellamt scheitern könnte: "Pro Sieben Sat 1 ist es nicht erlaubt, auch nur ein Prozent durch Zukäufe in unserem Kerngeschäft zu wachsen."

Insidern zufolge will Saban bei einem Verkauf 30 Euro und mehr pro Stammaktie verlangen; bei Springer waren es 23 Euro. Aufsichtsratchef Saban und seine Kofinanziers verfügen über 88 Prozent der stimmberichtigten Stammaktien, Axel Springer hält 12 Prozent. Dem Vernehmen nach stehen die gesamten Beteiligungen im Wert von 3 Milliarden Euro zum Verkauf. gen

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