Saatchi & Saatchi: Chairman Lutz und Kreativchef von Scheven steigen aus

Donnerstag, 05. Mai 2011
Chairman Holger Lutz und Kreativchef Burkhart von Scheven gehen bei Saatchi von Bord
Chairman Holger Lutz und Kreativchef Burkhart von Scheven gehen bei Saatchi von Bord

Bei der Agentur Saatchi & Saatchi Deutschland gibt es Veränderungen im Topmanagement: Chairman Holger Lutz und Kreativchef Burkhart von Scheven verlassen die Agentur bis spätestens Ende September. Lutz war seit 1992 für die Publicis-Tochter tätig, unter anderem als CEO. 2008 gab es diesen Posten an Michael Samak ab und amtierte seitdem als Chairman. Von Scheven kam Ende 2005 als Kreativchef an Bord. Er wechselte seinerzeit von Jung von Matt/Spree zu Saatchi & Saatchi. Beide Aussteiger betonen, dass ihre Entscheidung unabhängig voneinander gefallen ist. Auch mit Unzufriedenheit über den Kurs der Agentur unter dem Führungsduo Michael Samak und Géza Unbehagen (COO) habe der Schritt nichts zu tun. "Die Agentur hat sich hervorragend entwickelt, ich halte den eingeschlagenen Weg für genau richtig", sagt von Scheven.

Dennoch will er seine Energie künftig lieber in andere Dinge stecken: "Ich habe Lust, mich mal wieder mit Input zu betanken und nicht immer nur Output produzieren zu müssen. Jeder Motor braucht Treibstoff", erklärt der 47-Jährige. Was er künftig machen werde, sei noch nicht spruchreif. Das Gleiche gilt in Bezug auf Lutz. "Ich werde mir in Ruhe alle Optionen durch den Kopf gehen lassen und dann entscheiden. Etwas durchatmen und dann wieder frisch loslegen, das ist der Plan", sagt der 55-Jährige.

Der Chairman-Posten von Lutz wird nicht wieder besetzt. Der neue CCO soll dagegen schon Ende Mai präsentiert werden. Er wird unterstützt von den Standort-Kreativchefs Oliver Kapusta (Berlin) und Alexander Reiss (Düsseldorf). Für das Frankfurter Stammhaus wird derzeit ebenfalls nach einem eigenen Standort-Kreativchef gesucht. Zudem will das Führungsduo Samak/Unbehagen die Neuausrichtung der Agentur vorantreiben. Dabei stehen zum einen die internen Strukturen und Prozesse auf dem prüfstand, zum anderen sollen noch mehr "hybride", also digital und klassisch versierte Mitarbeiter, das Team verstärken. mam

Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 18/2011 vom 5 Mai.  
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