SZ provoziert Westerwelle

Mittwoch, 17. Juli 2002
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In der aktuellen Printkampagne für ihre Onlinebörse Jobcenter hat die "Süddeutsche Zeitung" unbefugterweise Guido Westerwelle abgebildet. In Anlehnung an frühere Kampagnenmotive mit bislang unbekannten Testimonials zeigt die Anzeige den Spitzenkandidaten der FDP mit einer Frisur, die inhaltlich für eine der drei neuen Internet-Rubrikenmärkte Immocenter, Jobcenter und Motorcenter stehen soll.

Westerwelle hat sich in einem persönlichen Schreiben an Dirk Refäuter, Geschäftsführer beim Süddeutschen Verlag, für den "Frisurenvorschlag" bedankt. Gleichzeitig weist der FDP-Mann aber darauf hin, dass er nur für kommerzielle Werbung zur Verfügung stehe, wenn damit "ein entsprechender Betrag für einen wohltätigen Zweck" verbunden sei.

Als Wiedergutmachung hält Westerwelle die Zahlung von 5000 Euro an einen wohltätigen Verein für angemessen. Das Anzeigenmotiv ist Teil einer Kampagne, die seit Anfang Juni in Tageszeitungen sowie in Publikumszeitschriften wie "Spiegel" zu sehen ist. Die Etats für Kreation und Media liegen bei der Münchner Agentur Robert & Horst.
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