"SZ"-Redaktion fürchtet neues Streich-Konzert/SV fusioniert Fachverlage

Montag, 10. November 2003

Trotz drastischer Sparmaßnahmen wird die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ") auch in diesem Jahr wieder rote Zahlen schreiben. Zwar soll das Defizit von 76,6 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf unter 10 Millionen Euro in diesem Jahr sinken. Doch die Hoffnungen auf einen dünnen Gewinn - erwartet wurden rund 2 Millionen - mussten beerdigt werden.

Damit nun wenigstens im kommenden Jahr wieder schwarze Zahlen anstehen, fordern die Gesellschafter des Verlags weitere Sparmaßnahmen. In der Redaktion geht die Angst vor weiteren Entlassungen um: Über 50 der ehemals 350 Stellen wurden bereits gestrichen, das Jugendmagazin "Jetzt", die Berlin-Seite und der NRW-Teil der "SZ" fielen dem Rotstift zum Opfer. Ein Sparprogramm von Roland Berger sieht zudem noch Kürzungspotenzial bei der "SZ am Wochenende".

Im Bereich der Fachinformation sind die Restrukturierungsmaßnahmen derweil einen Schritt weiter: Die Süddeutsche Verlag Hüthig Fachinformation legt ihre Verlage aus dem Bereich Recht-Wirtschaft-Steuern (RWS) unternehjmerisch und gesellschaftlich zusammen. Durch die Fusion des Bereichs RWS der Hüthig-Fachverlage in Heidelberg mit dem Jura-Verlag Jehle Rehm in München zur neuen Gesellschaft Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm entsteht 2004 der nach Verlagsangaben führende Anbieter juristischer Fachliteratur in Deutschland. Sitz der Gruppe wird Heidelberg sein, München soll jedoch als eigenständiger Standort erhalten bleiben. Geschäftsführer werden Wolfgang Quadflieg, zuletzt Geschäftsführer Jehle Rehm, und Clemens Köhler, Geschäftsführer Hüthig-RWS-Verlage. he
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