SZ-Eigner stoßen bei Verlagen auf Kritik

Montag, 26. Februar 2007

Der geplante Verkauf des Süddeutschen Verlags tritt in eine entscheidende Phase: Vor der Gesellschafterversammlung an diesem Mittwoch sollen die Eigentümerfamilien bereits bei möglichen Kaufinteressenten vorgefühlt haben, berichtet der "Spiegel". Investmentbanker hätten in der vergangenen Woche bei führenden Verlagshäusern ausgelotet, wie viel diese für den Anteil von 81,25 Prozent zu zahlen bereit wären. Der Süddeutsche Verlag will dies auf HORIZONT-Anfrage nicht kommentieren. Laut dem Nachrichtenmagazin ist der Vorgang teilweise auf Kritik gestoßen. Ihre Angebote sollten nur dazu dienen, den Preis zu treiben, monierten einige Verlagsmanager. Der Grund: Die Südwestdeutsche Medien Holding (SWMH), 2002 als sechster Gesellschafter eingestiegen, besitzt ein Vorkaufsrecht. Die SWMH hält ebenso wie die Familien Friedmann, Goldschagg und von Seidlein je 18,75 Prozent der Unternehmensanteile, die übrigen entfallen auf die Familien Schwingenstein (16,67 Prozent) und Dürrmeier (8,33). Die fünf Eigentümerfamilien peilen angeblich einen Verkaufspreis von einer Milliarde Euro an.

Auf der Gesellschafterversammlung soll offenbar entschieden werden, welche Investmentbank den Zuschlag für die Verkaufsverhandlungen bekommen soll. Aussichtsreichste Kandidaten sind Credit Suisse und Goldman Sachs. mh

Gesellschafter Süddeutscher Verlag:

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