SWR rechnet mit Mindereinnahmen von 10 Millionen Euro

Freitag, 06. November 2009
Der SWR rechnet für 2010 mit Mindereinahmen
Der SWR rechnet für 2010 mit Mindereinahmen

Die ARD rechnet bis 2010 mit einem Rückgang der Gebührenerträge um rund 15 Prozent. Diese Zahl nennt der Südwestrundfunk, der heute seinen Haushaltsplanentwurf  für 2010 beraten hat. Bereits 2008 seien die Gebührenerträge erstmals geringer gewesern als im Vorjahr. Der SWR rechnet für das kommende Jahr mit Mindereinnhamen von 10 Millionen Euro gegenüber dem Planansatz 2009.

"Die Wirtschaftskrise zeigt, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk trotz seiner Gebührenfinanzierung von wirtschaftlichen Entwicklungen keineswegs ausgenommen ist", sagt SWR-Intendant Peter Boudgoust. "Im Gegenteil: Während unsere kommerziellen Konkurrenten sich in guten Jahren ein dickes Finanzpolster ansammeln und dann in schlechten Zeiten davon zehren können, sind wir so finanziert, dass die Gebühr nie mehr als unseren Bedarf deckt."

Der SWR stehe daher vor "einer der größten Aufgaben der Unternehmensgeschichte". Man müsse erstmals mit einem realen Minus klarkommen. Bougoust: "Früher ging es darum, was wir noch zusätzlich machen. Heute müssen wir uns fragen, wovon wir uns trennen können."  Alle Bereiche müssten sich auf Sparmaßnahmen einstellen.

Das Nettobudget des SWR-Landessenders Baden-Württemberg für das kommende Haushaltsjahr beträgt 38,9 Millionen Euro. Für den SWR-Landessender Rheinland-Pfalz wird der Haushaltsplan am kommenden Freitag beraten. Der Haushaltsplan für den gesamten SWR wird am 20. November festgelegt. dh
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