SV-Gesellschafter wollen Friedmann abwählen

Dienstag, 13. November 2007

Der Streit um den Verkauf des Süddeutschen Verlags (SV) geht weiter. Wie die "FAZ" meldet, plant die Mehrheit der SV-Eigner eine außerordentliche Gesellschafterversammlung, auf der Miteigentümer Johannes Friedmann aus dem Herausgeberrat abgewählt werden soll. Grund für den Missmut gegenüber Friedmann sei die Abwerbung eines führenden Journalisten der "Süddeutschen Zeitung" durch die Friedmann gehörende Münchner "Abendzeitung". Am SV ist er mit 18,75 Prozent beteiligt und hat bisher den Vorsitz des dreiköpfigen Herausgeberrats inne.

In den vergangenen Monaten entwickelte sich um den geplanten Verkauf des SV ein Machtkampf zwischen Friedmann und den anderen Alteignern des Verlags. Die vier verkaufswilligen Altgesellschafter hoffen auf eine Übernahme durch einen Mehrheitseigner in Milliardenhöhe. Nach Friedmanns öffentlicher Drohung, den Verkauf an einen Finanzinvestor per Veto zu blockieren, werfen, so die "FAZ", seine Gegener ihm vor, sich mit dem ebenfalls am SV beteiligten Stuttgarter Verlagskonzern SWMH verbündet zu haben. Dessen Anliegen, die Mehrheit des Verlags zu übernehmen, führte zum Streit und juristischen Auseinandersetzungen. jf

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