SV-Altgesellschafter distanzieren sich von Sparmaßnahmen der SWMH

Montag, 24. März 2003

Die Sanierungsmaßnahmen im Süddeutschen Verlag (SV) sorgen im Gesellschafterkreis weiter für Unruhe: Nachdem sich am Freitag bereits die Gesellschafterfamilie Friedmann wie zuvor die Redaktion von der Einstellung des NRW-Lokalteils der "SZ" distanziert hatte, zweifeln einige der fünf bisherigen Eigentümerfamilien jetzt daran, ob die im vergangenen Jahr als Geldgeber und Neu-Gesellschafter gewonnene Südwestdeutsche Medien-Holding (SWMH) überhaupt die richtige Wahl gewesen sei.

Wie der "Spiegel" berichtet, fühlten sich einige der Alt-Gesellschafter regelrecht "entmündigt". Man vermisse vor allem ein publizistisches Konzept der neuen Geldgeber. Vielmehr arbeite der neu eingerichtete Lenkungsausschuss, an dessen Spitze SWMH-Chef Oliver Dubber sitzt, lediglich das Sanierungskonzept der Unternmehmensberatung Roland Berger ab. In diesem Fall drohten der Zeitung weitere publizistische Einschnitte.

Das Berger-Konzept sieht unter anderem noch in der Einstellung des "SZ-Magazins" sowie der "SZ-Wochenendbeilage" finanziellen Spielraum. Bis Ende des Jahres soll die in Finanznöte geratene SZ wieder schwarze Zahlen schreiben. 2004 soll ein zweistelliger Millionen-Gewinn erzielt werden. he
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