SR trennt sich von Tatort-Kommissaren Kappl und Deininger

Dienstag, 08. November 2011
Müssen den Dienstausweis abgeben: Gregor Weber und Maximilian Brückner
Müssen den Dienstausweis abgeben: Gregor Weber und Maximilian Brückner


Der Saarländische Rundfunk (SR) schickt die "Tatort"-Kommissare Kappl und Deininger nach nur sieben Folgen in Rente. Die Story der Figuren sei auserzählt, so die Begründung des SR.
Die Verträge mit den beiden Darstellern Maximilian Brückner (Franz Kappl) und Gregor Weber (Stefan Deininger) werden nicht mehr verlängert. Die Folge "Verschleppt", die am 22. Januar 2012 ausgestrahlt wird, ist damit der letzte Fall des bayerisch-saarländischen Duos. Danach will der Sender ein neues Konzept entwickeln.

"Mit den Figuren Franz Kappl und Stefan Deininger setzte der SR seit 2006 auf ein Ermittlerteam, das seine Dynamik aus der regionalen und mentalen Unterschiedlichkeit der Typen gewinnt. Dass beide Ermittler die Welt des anderen nicht wirklich verstehen und völlig unterschiedliche Methoden haben, machte den Reiz des Paares aus. Die Story dieses ungleichen Paares ist aber aus unserer Sicht jetzt zu Ende erzählt", begründet der für den SR-Tatort zuständige Redakteur Christian Bauer die Entscheidung. Mit der Entwicklung eines neuen SR-Tatorts wurde die Programmgruppe Unterhaltung und Sonderprogramme/Fernsehspiel des SR beauftragt.

Das frühe Ende des Duos überrascht. Die Zuschauerzahlen der "Tatort"-Folgen mit Kappl und Deininger lagen bei durchschnittlich etwa 8,2 Millionen Zuschauern und damit solide im Mittelfeld der Tatort-Teams. Vielleicht konnten sich beim Sender und im Verbreitungsgebiet des SR viele einfach nicht mit einem urbayerischen Ermittler im frankophilen Saarland anfreunden. dh
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