SPD-Zeitungsholding rechnet mit steigenden Anzeigenerlösen

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Die SPD-Medienholding Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG) rechnet in diesem Jahr mit einem zweistelligen Wachstum der operativen Erträge aus ihren Zeitungsbeteiligungen. "Diese Entwicklung ist getrieben durch steigende Erlöse und nicht durch weitere Rationalisierungsmaßnahmen", sagte DDVG-Geschäftsführer Jens Berendsen am Rande der Bilanzpressekonferenz. Vor allem die Umsätze aus Stellen-, Marken- und Handelsanzeigen entwickelten sich positiv, so Berendsen. In der Bilanz 2006 hingegen profitiert die DDVG vom harten Sparkurs der über 30 regionalen Zeitungsverlage, an denen sie meist Minderheitsbeteiligungen hält: So stieg das reguläre Beteiligungsergebnis der Holding - ohne Hinzurechung einer Sonderausschüttung von 5 Millionen Euro im Jahr 2005 - von 20,7 Millionen (2005) auf 22 Millionen Euro (2006). "Die sehr schwierigen Rationalisierungsbemühungen in den vergangenen Jahren tragen jetzt Früchte", resümiert SPD-Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier.

Das Betriebsergebnis (Ebitda) der DDVG stieg leicht von 18,8 auf 19,2 Millionen Euro. Der Finanzgewinn der Holding lag im vergangenen Jahr bei 8,8 Millionen Euro; 2005 wies dieser Posten noch ein Minus von 6,4 Millionen Euro aus. Hauptgrund dieses Gewinnsprungs ist ein Sondereffekt: Mitte 2006 hat die DDVG 50 Prozentpunkte ihres bis dato 90-Prozent-Anteils an der "Frankfurter Rundschau" ("FR") an den Kölner Verlag M. DuMont Schauberg verkauft. Somit stieg auch der DDVG-Jahresüberschuss 2006 auf 26,8 Millionen Euro (2005: 12,1 Millionen). Die SPD kann das freuen: In diesem Jahr wird die DDVG (für 2006) 7,7 Millionen Euro nach Steuern an die SPD überweisen. Im vergangenen Jahr waren es (für 2005) 6,6 Millionen Euro, noch ein Jahr vorher 6 Millionen Euro. rp

Meist gelesen
stats