SPD-Medienholding DDVG verhandelt über Verkauf der "FR"

Freitag, 04. November 2005

Die SPD-Medienholding DDVG bereitet sich auf den mehrheitlichen Verkauf der "Frankfurter Rundschau", an der sie derzeit 90 Prozent der Anteile hält, im kommenden Jahr vor. Derzeit finden erste Gespräche mit deutschen Verlagen statt, sagte SPD-Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier auf der DDVG-Bilanzpressekonferenz in Hamburg. Namen wollte sie nicht nennen. Einen Verkauf an ausländische Finanzinvestoren lehnt sie ab: "Das wäre widersinnig, schließlich wollten wir die Zeitung genau vor diesem Schicksal bewahren." Die DDVG will ihre "FR"-Beteiligung auf unter 50 Prozent drücken, als Minderheitsgesellschafter jedoch an Bord bleiben. Nach den Sanierungsarbeiten hält DDVG-Geschäftsführer Jens Berendsen für 2005 ein ausgeglichenes "FR"-Betriebsergebnis für möglich. Die Medienholding DDVG, über die die SPD zudem an mehreren regionalen Tageszeitungen beteiligt ist, erzielte 2004 einen Gewinn nach Steuern in Höhe von 11,5 Millionen Euro (2003: 12,5 Millionen Euro). Der leichte Gewinnrückgang lasse sich "vornehmlich auf einen Anstieg der Steuerrückstellungen zurückführen", so die Holding. Das Kerngeschäft laufe positiv: 2004 sei das Betriebsergebnisses um 3,8 Millionen Euro auf insgesamt 22,9

Millionen Euro gestiegen. rp





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