S&F macht sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz stark

Donnerstag, 21. August 2008
Erich Baumgartner übernimmt die Leitung der S&F-Niederlassung in Zürich
Erich Baumgartner übernimmt die Leitung der S&F-Niederlassung in Zürich

Die Agenturgruppe Scholz & Friends (S&F) will sich beim Ausbau ihrer internationalen Aktivitäten künftig verstärkt auf die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) und Osteuropa konzentrieren. Erstes Signal ist die Berufung eines neuen CEO für das Schweizer Büro, der erstmals aus dem dortigen Markt kommt. Am 1. September übernimmt Erich Baumgartner, 48, die Führung der Niederlassung in Zürich. Er war zuletzt als Partner der Agentur Glamour Engineering tätig. Davor arbeitete er als Managing Director von Lowe in der Schweiz. Weitere Stationen von Baumgartner: DDB, McCann, GGK, Ogilvy, Publicis, Y&R und auf Kundenseite bei Philips.

Der neue CEO löst die bisherige Standortchefin Katrin Seegers ab. Sie ist in Elternzeit, soll dem Büro aber als Mitglied des Verwaltungsrats erhalten bleiben. Bis zum Wechsel ihres Partners zu BBDO Berlin Anfang 2008 führte sie das Büro zusammen mit Jan Leube.

"Mit der Berufung von Erich Baumgartner werden wir eine neue Phase unserer Marktpräsenz einleiten, in der Scholz & Friends ein eigenständiges Profil gewinnt und ein Wachstum anstrebt, das der Bedeutung und Wirtschaftskraft des Landes entspricht", erklärt Gruppenchef Frank-Michael Schmidt. Das 2003 gegründete Schweizer Büro beschäftigt derzeit rund 20 Mitarbeiter und erzielte 2007 einen Honorarumsatz von 1,3 Millionen Euro. Zu den Kunden gehören Mars, Bosch, Siemens Hausgeräte, Boston Consulting Group und "Blick".

Die Pläne für S&F Zürich sehen vor, das Leistungsspektrum vor Ort zu erweitern. So sollen bei der Schweizer Tochter nach und nach die Disziplinen Online, Dialog und PR etabliert werden. In diesem Zusammenhang sind auch Akquisitionen vorstellbar.

Scholz & Friends hatte in der Vergangenheit immer wieder versucht, sich als europäisches Netzwerk zu positionieren. Die Logik hinter der Präsenz in einzelnen Märkten hat sich aber nicht immer erschlossen. Jetzt scheint die Führung der Agenturgruppe die Prioritäten für den internationalen Ausbau neu zu definieren. "Wir werden unser Engagement in Westeuropa nicht verändern, aber künftig einen klaren Investitionsfokus auf den deutschsprachigen Raum und Osteuropa legen", erklärt Gruppen-CEO Schmidt, der auch an der Spitze der S&F-Holding Commarco steht.
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