Ruzicka-Affäre: BGH lehnt Revisionsantrag ab

Dienstag, 21. Dezember 2010
Die Revision von Aleksander Ruzicka beim BGH ist gescheitert
Die Revision von Aleksander Ruzicka beim BGH ist gescheitert

Der frühere Aegis-Manager Aleksander Ruzicka bleibt in Haft. Nach einem Bericht des "Wiesbadener Kurier" hat der Bundesgerichtshof den Revisionsantrag des 50-Jährigen als "offensichtlich unbegründet" zurückgewiesen. Damit ist das Urteil des Wiesbadener Landgerichts rechtskräftig.  Das bestätigt inzwischen auch der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiesbaden, Hartmut Ferse. Die Pressestelle des Bundesgerichtshofs will sich dagegen noch nicht äußern, verweist aber auf eine Erklärung, die voraussichtlich im Laufe des Tages veröffentlicht werden soll. Das Landgericht Wiesbaden hatte Ruzicka im Mai 2009 wegen schwerer Untreue zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren und drei Monaten verurteilt. Nach Auffassung des Gerichts hatte Ruzicka seinen früheren Arbeitgeber Aegis Media um 35 Millionen Euro geprellt.

Mit der Bestätigung des Urteils können nun auch die weiteren Verfahren in der Ruzicka-Affäre fortgesetzt werden. So sind bereits ein Rechtsanwalt und der ehemalige Carat-Geschäftsführer Heinrich Kernebeck angeklagt. Der "Wiesbadener Kurier" zitiert den Vorsitzenden Richter der Wirtschaftsstrafkammer Jürgen Bonk, dass diese beiden Anklagen jetzt "zügig abgehandelt" werden.

Ob noch weitere Personen im Zuge der Ruzicka-Affäre angeklagt werden, ist unklar. Laut Staatsanwaltschaftssprecher Ferse laufen derzeit weitere Ermittlungen. mam      
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