Rundfunkrat verteidigt Digitalstrategie der ARD

Freitag, 07. September 2007
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Im Streit um die digitale Expansion der öffentlich-rechtlichen Sender stärkt der Rundfunkrat der ARD den Rücken. Das Gremium weist den Vorwurf von Zeitungsverlegern und Privatsendern zurück, dass es aufgrund des gebührenfinanzierten Ausbaus der Digitalkanäle von ARD und ZDF zu einer Wettbewerbsverzerrung komme. "Die ARD-Digitalstrategie ist die richtige Antwort auf die Herausforderungen der digitalen Zukunft. Es geht nicht um einen Ausbau, sondern um die Bündelung des vorhandenen Angebots", sagt der Vorsitzende des Rundfunkrats Reinhard Grätz.

Da dem Publikum hiermit ein wichtiger publizistischer Mehrwert geboten werde, sollten die öffentlich-rechtlichen Angebote auf allen relevanten Verbreitungswegen empfangbar und auf allen Plattformen auffindbar sein.

Zudem sprach sich der Rundfunkrat dafür aus, den von der Europäischen Union geforderten Public-Value-Test bereits jetzt durchzuführen und nicht bis zur Änderung des Rundfunkstaatsvertrags 2009 zu warten. Dieses dreistufige Verfahren sollen öffentlich-rechtliche Angebote künftig durchlaufen, um ihren gesellschaftlichen Mehrwert ("Public Value") sowie die Gefährdung bestehender privatwirtschaftlicher Medienmärkte zu untersuchen. bn

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