Rückschlag für dapd: Wettbewerber dpa und AP vereinbaren Kooperation

Donnerstag, 15. November 2012
dpa-Firmenzentrale in Hamburg (Foto: Maurizio Gambarini/dpa)
dpa-Firmenzentrale in Hamburg (Foto: Maurizio Gambarini/dpa)

Die Deutsche Presse Agentur (dpa) und die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) haben eine langfristige Kooperation vereinbart: Ab dem 1. Januar 2013 darf die dpa AP-Texte und Fotos in Deutschland und Österreich vermarkten sowie Kunden in der Schweiz AP-Texte anbieten. Im Gegenzug erhalten die Amerikaner die Möglichkeit, Bilder und Texte der dpa für ihre eigene Berichterstattung zu verwenden. Eine schlechte Nachricht ist die Kooperationsvereinbarung für die insolvente Nachrichtenagentur dapd. Diese verliert mit dem Deal nämlich ihren wichtigen Nachrichtenlieferanten AP an den größten nationalen Konkurrenten. Insolvenzverwalter Wolf von der Fecht kündigte an, zunächst die Wirksamkeit der Kündigung zu prüfen. In einem zweiten Schritt werde man abwägen, welche Auswirkungen die AP-Kündigung auf die Sanierung der dapd habe. Gegebenenfalls müsse man das Sanierungskonzept anpassen.

Ungleich größer ist die Freude über die Vereinbarung auf Seiten der dpa: "Wir bei der dpa fühlen uns der Quellenvielfalt verpflichtet und freuen uns sehr auf die Kooperation mit unseren amerikanischen Partnern. Durch sie stellen wir langfristig sicher, dass die AP-Inhalte in Deutschland und anderen europäischen Ländern verfügbar bleiben", so Michael Segbers, Vorsitzender der dpa-Geschäftsführung. "Zugleich finde ich es großartig, dass wir durch unsere Zusammenarbeit dazu beitragen, die Beziehungen zwischen Europa und den USA zu stärken." ire
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