Rückkauf von GBL-Anteilen sichert Familie Mohn alleinige Bertelsmann-Kontrolle

Mittwoch, 05. Juli 2006

Bertelsmann hat den Ende Mai vereinbarten Rückkauf der 25,1-prozentigen Beteiligung der Groupe Bruxelles Lambert (GBL) abgeschlossen. Mit der Überweisung des Kaufpreises von 4,5 Milliarden Euro sei die Transaktion abgeschlossen. Die bisherigen Vertreter von GBL scheiden damit aus dem Aufsichtsrat von Bertelsmann aus. Die zurück gekauften Aktien werden von Bertelsmann eingezogen. Bertelsmann finanziert den Rückkauf mit einem Zwischenkredit über 4,5 Milliarden Euro. Der Kredit soll im Verlauf der nächsten 12 bis 18 Monate durch hohe Mittelfreisetzungen aus dem laufenden Geschäft und die zu erwartenden Erlöse aus dem Verkauf von BMG Music Publishing zurückgeführt werden. Die Aktionärsstruktur von Bertelsmann sieht nach dem Rückkauf folgendermaßen aus: Die Bertelsmann Stiftung vereint 76,9 Prozent der Kapitalanteile auf sich, die Familie Mohn 23,1 Prozent. Die Stimmrechte werden zu 100 Prozent von der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft kontrolliert.

Mit dem Aktienrückkauf konnte die Eignerfamilie Mohn den ungeliebten Börsengang verhindern und übt wieder die alleinige Kontrolle über das Unternehmen aus. dhe
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