Rowohlt Verlag verklagt den "Spiegel"

Freitag, 06. Februar 2009

Der Rowohlt Verlag hat Klage gegen den "Spiegel" eingereicht. Stein des Anstoßes ist ein Beitrag in der Ausgabe vom 5. Januar über den Schriftsteller Daniel Kehlmann und dessen neuen Roman "Ruhm". Nach Ansicht von Rowohlt hat das Nachrichtenmagazin damit gegen die Auflage verstoßen, das Buch ohne Rücksprache mit dem Verlag nicht vor Ablauf der Sperrfrist  zu rezensieren. Die Sperrfrist, die bis zum Erstverkaufstag des Buches am 16. Januar galt, war mit der Androhung einer Strafe von 250.000 Euro verbunden. Der "Spiegel" hingegen vertritt offenbar den Standpunkt, bei dem betreffenden Artikel habe es sich um ein Porträt und nicht um eine Rezension gehandelt. Das Urteil könnte für Redaktionen Folgen für den grundsätzlichen Umgang mit Sperrfristen haben. dh
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