Ringier wirft Basler Mediengruppe Vertragsbruch vor

Montag, 11. Februar 2002

Der Schweizer Ringier-Verlag fühlt sich vom bekannt gewordenen Verkauf der Jean Frey AG durch die Basler Mediengruppe brüskiert: Die Mediengruppe habe Ringier bis zum 8. Februar Exklusivität bei den Kaufverhandlungen zugesichert. Mit dem Verkauf von Jean Frey an die Swissfirst Bank sei der Vertrag gebrochen worden, hieß es aus Zürich.

Die Basler Mediengruppe weist diese Unterstellung mit Nachdruck zurück. Die Verhandlungen mit Ringier hätten sich als aussichtslos erwiesen. "Außerdem wurde die rechtzeitige Information der Wettbewerbskommission hier in der Schweiz, was ebenfalls Aufgabe von Ringier war, verpasst", erklärt Beat Meyer, CEO der Basler Mediengruppe. Das habe den Verlag aus Sorge um die Zukunft der betroffenen Titel zum Verkauf an die Swissfirst-Bank bewogen.

Vor einer rechtlichen Auseinandersetzung mit Ringier fürchtet sich Meyer nicht: "Wir haben den Schritt juristisch prüfen lassen." Bei Jean Frey erscheinen neben Fachzeitschriften Titel wie die "Weltwoche" oder "Bilanz".
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