Ringier: Mehr Umsatz, weniger Gewinn

Freitag, 24. April 2009

Ringier hat 2008 seinen Umsatz gesteigert. Mit 5,3 Prozent Wachstum erreichte das in zehn Ländern Europas und Asiens tätige Schweizer Medienunternehmen einen Umsatz in der Höhe von 1.536 Millionen Franken. Das Konzernergebnis nach Steuern liegt bei 62.2 Millionen Franken (Vorjahr: 102.7 CHF). Die Cashflow-Rendite liegt bei 9.6 Prozent nach 14.3 Prozent in 2007. Die positive Umsatzentwicklung sei vor allem dem Geschäftsgang in der Schweiz, in Tschechien und der Slowakei zu verdanken, aber auch höheren Umsätzen der digitalen Medien, so der Verlag. Diese erreichten durch den Kauf der Media Swiss Group einen Anteil von 8.5 Prozent des Gesamtumsatzes.

Ringier Deutschland („Cicero", „Monopol") steigerte seinen Umsatz ungeachtet des internationalen Trends bei steigenden Auflagen auf 12.5 Millionen Franken. Zum Vergleich: Im Vorjahr setzten die beiden Titel 12.1 Millionen Franken um.

Die Investitionen lagen 2008 mit 321.9 Millionen Franken wesentlich höher als in den Vorjahren. Dies sei vor allem auf das starke Engagement bei digitalen Plattformen zurückzuführen, aber auch auf Investitionen in den Druck sowie auf den Auskauf der Minderheitsaktionäre in Serbien.

Ringier wird seit Januar von CEO Christian Unger geführt. Er folgte auf Martin Werfeli, der nach sechs Jahren als CEO in den Verwaltungsrat des Schweizer Unternehmens wechselte. Im laufenden Jahr rechnet Unger mit weiterhin rückläufigen Werbeeinnahmen, erste Anzeichen einer Erholung des Anzeigenmarktes seien erst für 2010 zu erwarten. „Darum wird Ringier auf der Kostenseite weiterhin effizient arbeiten, aber verstärkt auch investieren. Und zwar nicht nur in die gut positionierten Zeitungen und Magazine, sondern vor allem auch in digitale Medien, dabei auch in die bestehenden Online-Plattformen und Mobile-Angebote der Printtitel", teilt das Medienhaus mit. se
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