Ring fordert mehr Qualität im Rundfunk

Dienstag, 06. Juli 2010
Ring will Gebühren auch für private Infrastruktur nutzen
Ring will Gebühren auch für private Infrastruktur nutzen

Wolf-Dieter Ring, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), sorgt sich um die Qualität im privaten Rundfunk. "Um erfolgreich lokalen Rundufnk zu betreiben, braucht man vor allem entsprechend ausgebildetes Personal", sagte er zur Eröffnung, der 18. Lokalrundfunktage in Nürnberg. Ring zeigt sich irritiert, dass zum Beispiel die Zahl der Anmeldungen für die Aus- und Fortbildungsworkshops der BLM in den vergangenen Monaten zurück gegangen sind, obwohl die Kosten dafür nur gering seien. "Natürlich ist mir klar, dass wir es hier mit vielschichtigen Problemlagen zu tun haben. Aber ich sage Ihnen auch ganz deutlich: Wer am Personal und an dessen Qualifizierung spart, der spart an der falschen Stelle", so Ring gegenüber den rund 500 Gästen der Lokalrundfunktage.

Ring betont, dass er Verständnis für die wirtschaftlichen Zwänge hat, unter denen die Rundfunkunternehmen stehen. Die BLM werde sich weiter dafür stark machen, dass die privaten Anbieter im Vergleich zu den öffentlich-rechtlichen Sendern, nicht stärker belastet werden. Es müsse zum Beispiel gerade beim Lokalfunk über eine neutrale Infrastruktur nachgedacht werden, die für private wie gebührenfinanzierte Sender eingerichtet werde.  

Auch auf nationaler Ebene plädiert Ring für ein Umdenken. Es sei nicht nachvollziehbar, dass mit der Einführung der Haushaltsabgabe ab 2013 zwar jeder Haushalt einen Beitrag für das Rundfunksystem leiste, aber nur die Öffentlich-Rechtlichen die Einnahmen für Investitionen in neue Technik und Infrastruktur nutzen dürften. "Im  Hinblick auf eine strukturelle Fördeurng vor allem des lokalen Fernsehens ist das letzte Wort noch nicht gesprochen", so Ring. pap
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