Riesenprojekt von Financial Times und Gruner + Jahr

Dienstag, 12. Januar 1999

Sensation auf dem deutschen Zeitungsmarkt: Die "Financial Times", die zum Pearson-Verlag gehört, plant eine Deutschland-Ausgabe. Nicht allein diese Ankündigung aus London, sondern der auserwählte deutsche Joint-venture-Partner dürfte den Markt nachhaltig beschäftigen. Mit an Bord ist offensichtlich Gruner + Jahr. Folgende Eckdaten des Projekts werden kolportiert: Das täglich erscheinende Wirtschaftsblatt soll von 80 bis 100 Redakteuren erstellt werden, dabei werden auch Artikel des Mutterblatts übersetzt. Insider sprechen von einer Gesamtinvestition in Höhe von 150 bis 180 Millionen Mark. Bei G+J bestätigt man lediglich Gespräche mit der "Financial Times". Unklar sei, in welcher Form - Print, Online oder Supplement - man kooperieren wolle. Die "Financial Times" hat indes bereits verlauten lassen, daß sie einen deutschen Partner für eine tägliche Wirtschaftszeitung suche. Darüber hinaus hat der stellvertretende Chefredakteur der FT, Andrew Gowers, bereits Stellung in Deutschland bezogen, um den Markt zu sondieren. In einem FT-Artikel vom Montag wird das Handelsblatt als einziger Mitbewerber für das geplante Projekt genannt.
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