Rhein Main Media: "Frankfurter Rundschau" sorgt für neue Stärke

Mittwoch, 03. April 2013
Jörg Mattutat (l.) und Andreas Formen führen den Vermarkter Rhein Main Media (Bild: RMM)
Jörg Mattutat (l.) und Andreas Formen führen den Vermarkter Rhein Main Media (Bild: RMM)

Die Integration der "Frankfurter Rundschau" (FR) in das Vermarktungsangebot ihrer neuen Eigentümer, Rhein Main Media (RMM), ist abgeschlossen. Das Unternehmen des Verlags der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und der Frankfurter Societät baut seine Marktführerschaft in der Region damit noch weiter aus. Potenzielle Auswirkungen hatten die RMM-Geschäftsführer Andreas Formen und Jörg Mattutat im Gespräch mit HORIZONT bereits angekündigt: Die Zeiten, in denen wir uns die Preise haben diktieren lassen, sind vorbei" (Ausgabe 13/2013). Keine vier Wochen, nachdem die Frankfurter Societät, zu der unter anderem die Frankfurter Neue Presse samt ihren Lokalausgaben gehört, und der Verlag der FAZ die Markenrechte und die Abonnentendatei der FR gekauft haben, waren die neuen, regional buchbaren Belegungseinheiten fertig. FR und Co können fortan nicht mehr einzeln gebucht werden, sondern nur noch in der sogenannten Komfortkombination. Darin bündelt Vermarkter RMM alle Frankfurter Titel und passt dieses Gesamtangebot an die regionalen Strukturen an.

Die größte Einheit ist dementsprechend RMM Gesamt plus, die mit einer Auflage von mehr als 345.000 verkauften Exemplaren inklusive der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung das komplette Verbreitungsgebiet abdeckt, gefolgt von der Werktagsausgabe mit einer verkauften Auflage von rund 240.000 Stück und einer Reichweite von über 600.000 Kontakten, die vor allem die überregional aktiven Werbungtreibenden und Agenturen ansprechen soll.

Neu im Vermarktungspool ist außerdem die Frankfurt-City-Kombination aus den Teilauflagen der Titel in der Innenstadt, die zusammen mit der FR immerhin auf knapp 80.000 verkaufte Exemplare kommt. Damit ist das Angebot von RMM dort letztlich sogar vor der Konkurrenz aus dem Verlag Axel Springer, der örtlichen Ausgabe der Bild -Zeitung, platziert. Zudem kündigt FAZ-Mann Formen ein Sahnehäubchen an: die Kombination zwischen der national erscheinenden FAZ und den diversen örtlichen Ausgaben. Schwerpunkt bleibe jedoch zunächst der regionale Markt. Im Anzeigengeschäft gibt es "Wochenende / Rhein Main Markt" neu als Rubrikenmarkt im Tabloid-Format, der auch online präsent ist. Die Rubrikenanzeigen sind in das gemeinsame Angebot Kalaydo.de eingebunden, das auf allen Verlagswebsites, die die RMM vermarktet, präsent.

Die einfacheren Planungs- und Buchungsmöglichkeiten haben ihren Preis. Im Paket RMM Gesamt kostet die vierfarbige Anzeigenseite rund 47.900 Euro, was die Buchung bei einem Auflagenzuwachs von 36 Prozent rund 50 Prozent teurer macht. "Wir wollen nicht verhehlen, dass es auch kritische Kunden gibt", sagt Formen im HORIZONT-Interview, "aber nun gibt es eben auch das umfassende Angebot der Marktführer und zu diesem gibt es keine Alternative". Der Fokus liegt auf Qualität. Gute Redaktionen kosten eben Geld, so Formen, und sie müssten auch durch Anzeigen refinanziert werden.

Als die RMM 1997 gegründet wurde, war die FR" regionaler Marktführer. Die Konkurrenten, die Rhein-Main-Zeitung der "FAZ" und die Frankfurter Neue Presse bündelten ihre Kräfte und stärkten ihre Position. Mittlerweile beschäftigt der Vermarkter rund 80 Mitarbeiter, betreut sieben Zeitungstitel, fünf Websites, vier kostenlose Wochenzeitungen sowie das Lifestyle-Magazin "Main Feeling". kl
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