Rewe legt Programmbeschwerde gegen "ARD-Markencheck" ein

Montag, 22. April 2013
Rewe hat gegen im Januar ausgestrahlten "Edeka/Rewe-Check" Beschwerde eingelegt
Rewe hat gegen im Januar ausgestrahlten "Edeka/Rewe-Check" Beschwerde eingelegt
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Der Lebensmittelhändler Rewe hat eine Programmbeschwerde gegen den Anfang Januar im Ersten ausgestrahlten "Edeka/Rewe-Check" eingelegt. Derzeit prüft der Rundfunkrat des WDR die Vorwürfe der zweitgrößten deutschen Lebensmittelkette. Im Januar hatte der ARD-"Markencheck" schlechte Arbeitsbedingungen bei Zulieferern von Rewe unterstellt. Bereits Ende März hatte das Justiziariat des WDR eine 18-seitige Programmbeschwerde der für Rewe tätigen Kölner Rechtsanwaltskanzlei Jonas zurückgewiesen, berichtet der "Focus" in seiner aktuellen Ausgabe. Darin fordert Rewe, den Beitrag nicht erneut auszustrahlen und die Folge aus der ARD-Mediathek zu entfernen. Nach Auffassung von Rewe verletze die Sendung die Gebote der journalistischen Sorgfalt und Fairness und sei daher rechtwidrig. "Die Berichterstattung war unfair und irreführend", begründet Rewe-Sprecher Martin Brüning die Programmbeschwerde gegenüber dem "Focus".

In dem Anfang Januar ausgestrahlten "Edeke/Rewe-Check" hatte die Redaktion in der Kategorie "Fairness" das Rewe-Label "Pro Planet" unter die Lupe genommen und über menschenunwürdige Arbeitsbedingungen von Erntehelfern in Spanien berichtet. Einen direkten Zusammenhang zwischen den gezeigten Zuständen und Zulieferbetrieben von Rewe konnte die Redaktion zwar nicht beweisen, dennoch bekam Rewe schlechte Noten, weil das Unternehmen Missstände bei den Pro-Planet-Lieferanten angeblich nicht ausschließen könne. In der Mediathek der ARD ist der Beitrag nach wie vor abrufbar. dh
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