Restauranttester Rach: "Ich habe natürlich Fehler gemacht"

Montag, 05. November 2012
Rach beklagt bürokratische Hürden
Rach beklagt bürokratische Hürden

Sternekoch und RTL-Restauranttester Christian Rach hat bei seinem Real-Life-Format "Rachs Restaurantschule" selbst Lehrgeld bezahlt. Darin bietet er zwölf arbeitslosen Kandidaten die Möglichkeit, ihr Leben wieder in eine gerade Bahn zu lenken. Beim Aufbau des Formats habe er "natürlich Fehler gemacht", räumt er im Interview mit dem "Spiegel" ein. Die erste Staffel lief 2010. Rach gibt Arbeitslosen und Ungelernten in dem Format eine Chance, den Weg ins Berufsleben zu finden. "In der ersten Staffel habe ich die Kandidaten in Wohngemeinschaften zusammengesteckt und die Gruppendynamik unterschätzt. Da haben dann Prozesse stattgefunden, die ich als Arbeitgeber nicht mehr steuern konnte", sagt er im "Spiegel".

Zudem habe er die Kandidaten nicht gut genug auf die Zeit nach dem Fernsehen vorbereitet. Im ersten Restaurant "Slowman" in Hamburg arbeitet heute nur noch eine der damaligen Kandidaten. Die zweite Staffel von "Rachs Restaurantschule" lief im April und Mai 2012 und spielte im Restaurant "Roter Jäger" in Berlin. Beide Restaurants werden heute von Betreibergesellschaften geführt. "Wir wollen an keinem Tropf hängen. Wir stecken jeden Euro Gewinn wieder in den Betrieb", sagt Rach.

Rach beklagt in dem Doppelinterview mit Heinrich Alt, Vorstand bei der Bundesagentur für Arbeit, die Komplexität, die es nach sich zieht, wenn man einen Hartz-IV-Empfänger einstellen will. "Wir haben Wochen gebraucht, um uns durch alle Vorschriften zu friemeln", so Rach. pap
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