Rennen um Pro Sieben Sat 1 geht in die entscheidende Phase

Dienstag, 12. Dezember 2006

Heute endet die Angebotsfrist für Pro Sieben Sat 1. Alles deutet auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Bieter hin. "Das wird sehr eng. Es gibt keinen Frontrunner", zitiert die "Financial Times Deutschland" (FTD) einen Insider. Offenbar versuchten die Noch-Eigner von Pro Sieben Sat 1 um Haim Saban die Interessenten auf den letzten Metern zu möglichst hohen Geboten zu reizen. Dazu gehört auch, eventuelle kartellrechtliche Probleme mit dem Gebot der der türkischen Dogan-Gruppe zu dementieren: "Das ist ein sehr glaubwürdiger Bieter", sagte ein Insider der FTD. Vor kurzem hat sich Axel Springer mit 25 Prozent an der TV-Sparte von Dogan beteiligt. Im Frühjahr war die geplante Übernahme von Pro Sieben Sat 1 durch Axel Springer am Widerspruch der Kartellbehörden gescheitert.

Neben Dogan bieten zwei Konsortien aus Finanzinvestoren für Pro Sieben Sat 1: Apax und Goldman Sachs sowie Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und Permira. Apax und Goldman Sachs wird ein rein finanzielles Interesse nachgesagt. Sie würden die Kaufsumme wahrscheinlich zumindest teilweise der TV-Gruppe als Schulden aufbürden und versuchen, die Rendite weiter zu erhöhen. KKR und Permira wollen Pro Sieben Sat 1 mit der TV-Gruppe SBS zu einem europaweiten Fernseh-Konzern fusionieren.

Das Geschäft soll nach dem Willen der Eigner noch vor Weihnachten über die Bühne gehen. Die Kaufverträge sind nach Informationen der FTD weitgehend ausverhandelt: "Da müssen nur noch die Zahlen eingetragen werden", zitiert das Blatt einen Insider. dhe

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