Regulierungsbehörde stellt Großhandelsflatrate der Telekom auf den Prüfstand

Dienstag, 04. September 2001

Der seit Monaten schwelende Streit zwischen Internetprovidern und der Deutschen Telekom um die Großhandelsflatrate für den Internetzugang geht in die nächste Runde. Wie aus behördennahen Kreisen verlautet, will die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (RegTP) den Abrechnungsmodus der Telekom nun erneut unter die Lupe nehmen.

Die RegTP prüfe derzeit, ob die angebotene Flatrate - wie von den Providern behauptet wird - zu hoch sei und ob deshalb ein offizielles Verfahren eingeleitet werden müsse, verraten Insider. Die Telekom hatte im Frühjahr per Eilverfahren eine Anordnung der RegTP gestoppt, nach der sie eine Flatrate hätte anbieten müssen, und stellt seither den Großhandelstarif auf freiwilliger Basis zur Verfügung. Diesen lehnen Provider wie AOL und Freenet ab, da er nach Ansicht der Anbieter nur Verluste einbringt.

Der juristische Streit ist jedoch noch in der Hauptsache vor dem Verwaltungsgericht Köln anhängig. Sogar Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte sich jüngst für einen preiswerten Internetzugang stark gemacht und die Streitparteien aufgefordert, zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen.
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