Regulierungsbehörde genehmigt Tarifänderung der Telekom

Mittwoch, 03. September 2003

Die Deutsche Telekom darf ab Oktober wie geplant ihren rund 40 Millionen Kunden in Deutschland neue Tarife mit Freiminuten anbieten. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) hat die beantragten Tarife genehmigt, wonach die Kunden gegen einen Aufpreis kostenlose Gespräche an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen führen können oder 120 Freiminuten bekommen.

Die Wettbewerber der Deutschen Telekom hatten gegen die Tarife Bedenken angemeldet, da sie schrumpfende Gewinnmargen fürchten. Die Telekom nimmt dies offenbar ebenfalls bewusst in Kauf, verspricht sich aber von der Tarifumstellung eine Stabilisierung ihres Marktanteils bei Ortsnetz- und Ferngesprächen. Hintergrund: Nach der Öffnung des Ortsnetzes im Frühjahr 2003 rechnet die Deutsche Telekom allein in diesem jahr mit einem Umsatzverlust in Höhe von 50 Millionen Euro. Für die kommenden Jahre rechnen die Bonner damit, dass die Einnahmen jährlich um das Doppelte bis Vierfache dessen schrumpfen.

Die neuen Tarife sehen vor, dass die Telekom-Kunden für 4,22 Euro extra im Monat zwei Stunden deutschlandweit kostenlose Gespräche im Festnetz führen können. Außerdem sollen künftig gegen einen Aufschlag von 9,22 Euro im Monat alle deutschlandweiten Gespräche im Festnetz an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen kostenlos sein. Bislang nutzen bereits drei Millionen Telekom-Kunden die Tarifoption der Telekom, gegen einen monatlichen Aufschlag von 7,61 Euro an Sonn- und Feiertagen deutschlandweit kostenlose Telefonate im Festnetz zu führen. mas
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