Regionalzeitungen: Springer spricht mit Madsack über Verkauf

Montag, 20. Oktober 2008
Springer-Chef Mathias Döpfner wird sich wohl von Regionalzeitungen trennen
Springer-Chef Mathias Döpfner wird sich wohl von Regionalzeitungen trennen

Die Gerüchte, dass Axel Springer sich von seinen Minderheitsbeteiligungen an Regionalzeitungstiteln trennen will, verdichten sich. Wie HORIZONT.NET  aus Firmenkreisen erfahren hat, führt das Unternehmen Sondierungsgespräche mit der Verlagsgruppe Madsack. Hierbei gehe es unter anderem um die Tageszeitungen „Lübecker Nachrichten", „Kieler Nachrichten", „Ostsee-Zeitung" und „Leipziger Volkszeitung" sowie die Hanseatische Verlagsbeteiligungs AG. In Branchenkreisen ist sogar zu vernehmen, dass der Aufsichtsrat von Axel Springer bereits am vergangenen Freitag einem Verkauf zugestimmt haben soll.

Äußern will sich das Unternehmen dazu nicht. Die knappe Antwort auf die Anfrage von HORIZONT.NET: „Wir kommentieren Marktgerüchte nicht."

Der Schritt passt jedoch ins Gesamtkonzept, denn Springer konzentriert sich zunehmend auf das digitale Geschäft und die crossmediale Ausrichtung seiner eigenen Marken. Minderheitsbeteiligungen an regionalen Verlagen wirken angesichts dieser Strategie eher wie ein Klotz am Bein. bn
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